Hier fehlt natürlich wie immer das Vorher-Bild. Ich habe meistens Ideen, fange dann einfach an und merke zwischendurch, dass ich das eigentlich dokumentieren wollte. Ich befürchte das wird euch noch häufiger begegnen 😉. Deswegen fängt es hier mit den Beinen an. Hierfür habe ich einfach im Obi Beine aus Buche geholt (weil ich wusste, dass die Platte auch aus Buche-Klötzchen sein wird. Wichtig war hier passend zu den Füßen auch die Halterungen für die Füße zu kaufen (ja - ich war zweimal bei Obi 😇). Ich habe 4 Beine außen montiert und eins in der Mitte (ich dachte das wäre stabiler). Würde ich es nochmal machen, würde ich definitiv die Beine nach ganz außen setzen. Ich habe damals einen kleinen Abstand gelassen, so wurde es leider etwas kippelig, wenn man sich drauf gesetzt hat.
Trotzdem fehlte mir oben drauf noch ein bisschen Holz und deswegen musste eine Platte her. Es gibt passende Platten direkt für Kallax (so heißt übrigens das Regal, falls du kein Ikea-Freak bist wie ich 😋), die man direkt online bestellen kann. Da bin ich aber kein Fan von den Maßen, ich wollte es leicht überlappend. Im Baumarkt des Vertrauens könnte man Platten zuschneiden lassen, aber auch das wollte ich nicht. Allerdings hatte ich kurz vorher Begegnung mit den Klötzchen vom Klötzchenmann gemacht. Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich hatte unglaubliche Lust die Platte aus Klötzchen zu kleben.
- Klötzchen (frag mich nicht wie viele, ich hab auch immer zu viele oder zu wenig)
- Folie (als Unterlage, damit der Leim nicht auf den Möbeln klebt - ich nutze einfache Frischhaltefolie)
- Holzleim
- Bleistift (zum Markieren der notwendigen Länge der letzten Klötzchen in der Reihe)
- Eine Säge (um die letzten Klötzchen zu kürzen
- Schleifpapier oder idealerweise eine Schleifmaschine (um das ganze später glatt zu bekommen)
- Rutschnoppen/Möbelgleiter (ich weiß nicht genau wie die heißen)
- optional - Holzöl oder Lasur (um das Ganze zu versiegeln)
- optional - Klemmen um die ersten Reihen gerade und fest zu bekommen (ich würde auch gerne später welche nutzen, aber so große gibt es leider nicht)
Also auf gings ans Kleben. Erst natürlich die Folie auslegen, damit der Leim nicht an den Möbeln klebt. Die erste Reihe ist dann easy: einfach das nächste Klötzchen auf einer kurzen Seite leimen und an das vorherige kleben. Hier gucken, dass alles gerade und bündig ist. Das letzte Klötzchen muss leider (meist) gesägt werden. Der Rest kann dann aber wieder als Anfangsklötzchen genutzt werden (wenn man es nicht allzu gleichmäßig haben möchte am Anfang. So mache ich das immer). In der zweiten Reihe dann die Klötzchen auf einer langen und einer kurzen Seite leimen und in die vorherige Lücke kleben. Und so gehts eigentlich immer weiter. Im Kleberausch aber immer drauf achten, dass noch Folie drunter ist 😊.
Wenn alles fertig geklebt und gut durchgetrocknet ist, ist die Platte tatsächlich recht stabil und lässt sich einfach komplett abheben. Die Folie kann jetzt abgepiddelt werden. Ich klebe dann immer gerne noch diese Rutschnoppen drunter, damit das Holz nicht auf den Möbeln kratzt. Et voila!
Ich schleife das Ganze danach dann immer noch mit meiner Schleifmaschine ab, damit es etwas glatter wird und auch die Ränder nicht mehr so eckig und scharf sind. Erst mit einem groben Schleifpapier, dann mit einem feineren (das kann man beliebig auf die Spitze treiben mit den verschiedenen Körnungen, ich nutze nur 2 verschiedene). Wer möchte, bzw. je nachdem wofür man die Platte macht, kann diese jetzt noch mit einem Holzöl behandeln. So perlt Wasser ein bisschen ab und das Holz ist allgemein weniger anfällig und gepflegter.
Und das wars dann auch schon. Wenn man alles parat hat, kann das an einem bis zwei Abenden klappen 😊. Ich fand so macht das umfunktionierte Regal echt was her und kann locker auch als Flurablage mithalten.